plagiateWo ist die Grenze zwischen Inspiration und geistigem Diebstahl, was ist Schummeln und wo beginnt der handfeste Betrug, wo war man fahrig, übermüdet oder überfordert beim Verfassen eines Buches, wo hat hat ganz bewusst geklaut: Diese Fragen schwirren dieser Tage nicht nur unserem ehemaligen Verteidigungsminister – und mit ihm der halben Republik – durch den Kopf, auch der Berliner Schriftsteller Falko Hennig – regelmäßiger Gast in unserer Runde – muss sich mit einem justiziablen Plagiatsvorwurf herumschlagen: Er soll wesentliche Teile seiner in monatelanger Fleißarbeit zusammengetragenen Chronik der 300jährigen Geschichte der Charité aus anderen Werken wortwörtlich kopiert haben. So der Vorwurf des Großkrankenhauses. Falko hingegen verteidigt sich: Es seien Plagiate ohne Zweifel ins Buch gelangt, nicht aber durch seine Schuld, er bestreitet sogar, Autor dieses Buches zu sein. Ein öffentliches Küchenradio in unserem Stammlokal, der Berliner soupanova, mit Live-Publikum, mit vielen Getränkebons fürs Team und einer Einführung ins Urheberrecht – schade, dass Philip nicht dabei sein konnte, er weilt im Westen Afrikas. Auch Katja konnte leider nicht dabei sein, weil sie ein fieses Virus erwischt hat – auch dies schade, ansonsten verlief dieser Abend schon sehr viel besser als der letzte öffentliche Auftritt.

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