FREIRÄUME FÜR (MUSIK)KULTUR // INSBESONDERE: DER SCHOKOLADEN

Der Räumungstermin für den Schokoladen, einer der wenigen verbleibenden selbstverwalteten und nicht-kommerziell betriebenen Kulturräume in Berlin-Mitte, war für den 22 Februar 2012 angesetzt. Kurzfristig wurde die Räumungsklage nun am 17. Februar ausgesetzt und die Verhandlungen über das Fortbestehen mit Eigentümer, Senat und weiteren Akteuren geht weiter.

S*P*A*R*K.fm #18 nimmt dies zum Anlass zum einen den Ort Schokoladen im speziellen näher zu betrachten. Was macht diesen Ort besonders? Welche Geschichte hat der, seit über 22 Jahren bestehende, Schokoladen eigentlich genau, und wodurch zeichnen sich die aktuellen Kulturräume des Schokoladens aus.

Insbesondere soll es in der Sendung um die Frage nach der Bedeutung solcher Freiräume für (Musik)Kultur im Stadtraum gehen - aus der Perspektive von Musikern und Konzertveranstalterinnen, sowie auch der Menschen, die im Bezirk leben.

S*P*A*R*K.fm möchte diskutieren und herausfinden, welche stadtplanerischen Vorbilder und Ideen des Umgangs mit (Frei)Raum für (Musik)kultur es eigentlich gibt. Gibt es interessante Visionen und Beispiele von urbanem Raum, die eine Anregung zum Thema bieten?

Wie verhält sich die Berliner Politik und was sind hier die Handlungsoptionen? Kann man vom Beispiel Schokoladen für zukünftige
politische Planungen und Positionierungen lernen? Inwiefern ist die Situation in Berlin, mit freiraum-reicher Geschichte, besonders? Was ist unsere Vision von Stadt und wie möchten wir daher argumentieren und handeln?

„Es reicht uns nicht, als Offkultur-Oase Hoffnung auf Überleben zu haben und wir wollen auch keine Insel inmitten einer durchgentrifizierten Stadt sein, sondern fordern ein grundsätzliches Umdenken der stadtpolitischen Zielsetzung.“ (Pressemitteilung Schokoladen 17. Februar 2012)

Mitwirkende der Sendung sind:

Ulrike Steglich, Anne Roth, Konstanze Kriese, Melissa Perales, Andrej Holm, Norman Palm

Moderation: Andrea Goetzke