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In der englischsprachigen ASMR-Community auf YouTube flüstern sich normschöne, meist junge und hellhäutige Frauen gut ausgeleuchtet in dein Unterbewusstsein. ASMR ist meditative Tiefenentspannung für Faulpelze, denn man muss selbst nichts beitragen, lässt sich einfach nur einlullen vom Geflüstere, Gehauche und Gewispere. Die audiovisuelle Entsprechung zur Kopfmassage beim Friseur ­– hach, seufz – muss man mögen; wenn man dafür nicht sensibel ist, rollen sich einem vor Langeweile die Fußnägel. Nichts wäre einfacher, als dieses Medienphänomen als Eso- oder Emoschwachsinn abzutun, interessanter aber ist es, näher hinzusehen und dort einen weiblichen performativen Raum zu entdecken. Christiane Frohmann hat die Kulturwissenschaftlerin Sylvia Lundschien zu Gast. Zusammen fragen sie, was man jemandem so alles flüstern kann.