house_of_many_imgsize_mStell dir vor, du könntest eine Woche lang selbst entscheiden, was du tust und lässt. Wie würdest du deine Zeit verbringen? Welche Regeln würdest Du erfinden, welche über Bord werfen? Wie würdest du Geld ausgeben oder verteilen? Diese Fragen werden an genau diejenigen in unserer Gesellschaft gerichtet, die für die Durchsetzung einer Revolution wohl die wenigsten Mittel haben: Kinder. Dabei sind gerade sie es, die sich in nicht allzu ferner Zukunft verantwortlich zeigen werden.

House of Many ist ein Projekt des Theater an der Parkaue – Junges Staatstheater Berlin in Kooperation mit dem Haus der Kulturen der Welt und dem Haus Leo. 60 junge Menschen zwischen 8 und 14 Jahren ziehen für eine Woche zusammen und erproben neue Wege, wie wir künftig miteinander wohnen oder gar leben können. Was ist alles möglich, wenn einem Verantwortung gegeben wird? Die Kinder besetzen die unterschiedlichsten Kunsträume im Haus der Kulturen der Welt. Sie stellen ähnliche Fragen wie die parallel stattfindende Ausstellung Wohnungsfrage und versuchen die Antworten durch den täglichen Umgang miteinander zu finden.

House of Many ist ein Experiment, bei dem sich Kinder mit verschiedenen sozialen Hintergründen und aus verschiedenen Ländern Fragen nach möglicher Lebensführung stellen, unabhängig von erwachsenen Vorbildern. Dabei werden sie selbst sukzessive und Tag für Tag mehr Verantwortung für die Gestaltung dieses temporären Zusammenwohnens übernehmen. Sie erhalten schrittweise Zugang zu weiteren Räumlichkeiten, Bühnen, Hallen, Kellern, Gängen, Toiletten, Garderoben, Dolmetscherkabinen und Ausstellungsflächen. Man erkennt sie an ihren Outfits, hört ihre laute Musik, riecht das Essen, das sie sich selber kochen und findet ihre Besitztümer im Haus verteilt. Nur zu besonderen Zeiten dürfen Außenstehende mitwohnen.