img_20170817_213229

SissiFM #89 Zwischen Familie, Community und Kollektiv: Die Swan Song Operetta im nGbK

Vom 08. Juli bis 13. August traf sich fast jeden Tag eine Gruppe von rund 40 Teilnehmer*innen unterschiedlicher Facetten im gleichen Raum, im nGbK-Ausstellungsraum in Kreuzberg. Die Gruppe heisst Die Swan Song Operetta und das Stuck besteht aus 4-Akten. In der nGbK (neue Gesellschaft für bildende Kunst Berlin) gab es innerhalb der 5-wöchigen Residenz mehrere öffentliche Veranstaltungen, Aufführungen, Workshops, Proben sowie die kontinuierliche Sonntagsmalerei für Hobbes (ein Charakter in der Operettengeschichte). Nachdem die Visaanträge der kollaborierenden Kunstgruppe TEAM OF LOVE, die aus den Südsudan herkommen und als Teilnehmer*innen am Projekt eingeladen waren, verweigert wurden, gab es kurz vor dem Ende der Residenz, einen Protest vor dem Auswärtiges Amt. Hinter den Kulissen haben wir nun ganz viel aufgenommen. Für die nächste halbe-Stunde hören wir einige Ausschnitte von der vierte Akt, von der Probe und von dem Protest. Zwischen Musik spielen, Chorprobe, Mittagessen und der Kampf gegen diskriminierende Politik fühlte sich die Operette wie eine Familie, eine erweiterte Community und wie ein altes Kollektiv an. So ziemlich gleichzeitig. Mit keinen Grund, den Titel festzulegen.

Ein Überblick:

“The Swan Song Operetta wird seit acht Jahren aufgeführt und weiterentwickelt. Die Operette in vier Akten wird im nGbK-Ausstellungsraum öffentlich geprobt, zur Uraufführung gebracht, ausgestellt und diskutiert. Es geht um Koloraturen gegen Ungerechtigkeiten und Partituren für Solidarität. Während der fünf Probewochen ist die Galerie öffentlich zugänglich. Das Publikum kann an Chorproben und Workshops teilnehmen und sich der Bar über die Geschichte des Swan Songs und den Fortschritt der Aufführung informieren.”

Einige Texte in dieser Sendung wurde von dem Buch The Swan Song - An Operetta in Four Acts (2017, von der nGbK veröffentlicht) zitiert.