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In dieser Sendungen senden wir die gekürzte Fassung von “Geschlechtstransitionen in der DDR
einem Vortrag von Dr. Ulrike Klöppel

Mit der 1976 erlassenen “Verfügung zur Geschlechtsumwandlung von Transsexualisten” waren in der DDR geschlechtsangleichende Operationen und Änderungen des amtlichen Geschlechtseintrags möglich. Wie kam diese, im internationalen Vergleich recht frühe, Regelung zustande? Bis zurück in die Fünfziger Jahre finden sich Quellen, die die persönlichen Kämpfe transgeschlechtlicher Menschen in der DDR dokumentieren. Mit dem Anliegen, eine behördliche Geschlechtsumschreibung und geschlechtsangleichende Operationen zu erreichen, wandten sie sich an Behörden und Ärzt_innen. Zumeist mussten sie für Begutachtungszwecke auch einen Psychiatrieaufenthalt in Kauf nehmen.
Psychiatrieakten und Behördenunterlagen geben bewegende Einblicke in die damalige historische Situation: in das Tauziehen um Einzelgenehmigungen für Geschlechtstransitionen, den medizinischen und behördlichen Umgang mit Trans*-Personen und das politische Strippenziehen, das den Weg zur “Verfügung zur Geschlechtsumwandlung von Transsexualisten” ebnete.

Dr. Ulrike Klöppel, Diplom der Psychologie, Promotion in der Soziologie zur Geschichte und gegenwärtigen Situation der Medikalisierung von Inter*. Anschließend Forschungsprojekte zu Themen der Psychiatrie- und Arzneimittelgeschichte, zu Trans* in der DDR und zur Geschichte des Aids-Aktivismus in der BRD.

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