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Welche Handlungsformen unterliegen unserer Welt, die durch die nanotechnologische Ausbeutung von Intimitäten als Daten gekennzeichnet sind? Synthetische Technologien gestalten nicht nur unsere Sexualitäten sondern rufen auch Unbestimmtheiten hervor, die queere und hybride Zukünfte beeinflussen können. Wie können wir jene Instrumente imaginieren, um mit den biochemisch geleiteten Veränderungen umzugehen? In Lautstrom #67 reflektiert die Künstlerin über ästhetische und spekulative Sprachen, um unseren Zugang zu Technologien entstellen. Es geht um jene impulsiven, poetischen und monströsen Kräfte, die uns über repressive Binaritäten hinausführen könnten: um Verstrickungen zwischen Sexroboter, Bakterien, Meerestieren, und Schleim. Und darum, wie Vibratorengeräusche, Silikon und Plastik unsere Körper und Geschlechter entfesseln – also um es mit dem Titel von Johannas jüngster Arbeit auszudrücken – um ‘Molecular Sex and Synthetic Love‘.
Image: Courtesy Johanna Bruckner