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Das Festival für selbstgebaute Musik hat sich in den letzten Jahren zu einer Plattform der besonderen Art entwickelt:
Musiker*innen und Künstler*innen, Kinder und musikbegeisterte Erwachsene können auf Augenhöhe Musik und Klang auf neuen Wegen erfahren, erforschen und ihre Ideen mit anderen teilen - hier kann alles zum Instrument und ein Instrument zu allem werden. Das Festival versammelt die spannendsten Vertreter*innen aus einer Szene, die nicht so klein ist, wie man vielleicht denken könnte, und wird dabei zunehmend internationaler.

Es erprobt den Stadtraum als klingende Bühne, testet Musik als Partizipationsformat und fragt, wie politisch der Selbstbau ist. Dabei ist das Festival Plattform für Expert*innen und musikalischer Spielplatz für alle Musikbegeisterten in einem: Fassadenkonzerte, singende Toiletten oder Mitmachgemüseorchester!

Dieses Jahr findet SGM-2020 natürlich unter ganz anderen Bedingungen statt! Zum einen unter Berücksichtigung der durch den Covid-19 Virus hervorgerufenen Einschränkungen, aber vor allen Dingen mit Fokus auf die sich daraus ergebenden Möglichkeiten.
Gerade in Krisenzeiten wie dieser könnten erprobte Strategien und Grundideen des Festivals, wie DIY, DIT, Learning by Doing, experimentelle Ansätze und Improvisation auch zur Lösung aktueller Probleme beitragen - Das Festival als Future Lab!

Durch die permanente Suche nach anderen Präsentationsformaten wie Fassadenbespielungen, Konzerten in Fenstern und einer
Ausstellung mit Kopfhörermusik kann Kunst auch in Zeiten von Kontaktbeschränkungen ein Publikum finden.
Das sympathische Festival, das vor einem Jahrzehnt als Kiezfest in Moabit seinen Anfang nahm, findet dieses Jahr an zwei stadtpolitisch sehr interessante Orten, dem Haus der Statistik und dem RAW-Gelände statt. Diese Entwicklung bietet neue Perspektiven: Fragen nach Transformationsräumen, möglichen Partizipationsformaten und der politischen Relevanz des Festivals für selbstgebaute Musik rücken dabei in den Fokus.

Nicht zuletzt deshalb wird es in diesem Jahr die Kooperation mit dem bekannten Straßenfest Suppe und Mucke geben, die mit zahlreichen Suppenständen von Initiativen aus der Stadtpolitik die Anwohner*innenschaft erreicht. Gerade die stadtpolitische Relevanz ist angesichts der Entwicklungen in der Berliner Club- und Soziokultur und den immer weiter schwindenden Freiräumen dringend geboten. Auf dem RAW-Gelände entsteht zum Beispiel gerade ein soziokulturelles Zentrum, welches auf DIY, Niederschwelligkeit und Mitmachen ausgelegt ist.
Selbstgebaute Musik bedeutet nämlich auch, sich Freiräume zu suchen und anzueignen, wo vermeintlich keine mehr sind.

Auf dem RAW werden so unterschiedliche Venues wie die “Bar zum schmutzigen Hobby”, das “Crack Bellmer”, das “Cassio” oder das “urban spree” bespielt. Insbesondere die weiträumigen Außenbereiche des großen Geländes an der Revaler Straße sollen neu interpretiert werden. Als zusammenhängende Bühne für viele Acts, als Ort der Kooperation und des Dialoges Aller (auch dem üblichen Laufpublikum), aber auch als Ort, der für einen Tag zurückerobert werden kann. Als Raum für Instrumenten- und Selbstbau–Workshops, Lectures/Talks, Ausstellung, Ständen und (partizipativen) Installationen und Konzerten.

DAS FESTIVAL FÜR SELBSTGEBAUTE MUSIK 2020 wird von KOLLEGEN 2,3,
gemeinsam mit ANTJE ØKLESUND und dem SelbstgebauteMusik-Kollektiv veranstaltet.
Gefördert durch den Hauptstadtkulturfonds und das Musicboard Berlin.
Präsentiert von Arts of the Working Class, Jungle World, taz, reboot.fm, Digital in Berlin, amSTARt
In Kooperation mit Suppe und Mucke
Mit Unterstützung von RAW Kultur L e.G, Haus der Statistik Berlin, ZK/U Berlin, Cassiopeia, Crack Bellmer, Bar zum Schmutzigen Hobby,
Urban Spree, Drop.In e.V., Missoir
In Kooperation mit Haus der Statistik Berlin, RAW Kultur L e.G.
Mit Unterstützung von ZK/U Berlin, Crack Bellmer, Bar zum Schmutzigen Hobby, Drop.In e.V.

https://www.selbstgebautemusik.de/